Eichenprozessionsspinner biologisch bekämpfen

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter aus der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) und gehört zur Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Seinen Namen verdankt er dem typischen Verhalten seiner Raupen, die sich in mehrreihigen „Prozessionen“ von ihren Nestern zu den Futterplätzen bewegen.

Merkmale des Eichenprozessionsspinners

Der erwachsene Falter ist mittelgroß und hat einen kräftigen, dickleibigen Körper. Sein Rüssel ist vollständig zurückgebildet. Die Flügelspannweite beträgt etwa 25 bis 35 Millimeter. Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang. 


Erkennungsmerkmale der Raupen: 

  • eine dunkle, breite Rückenlinie
  • Massenauftreten in großen Nestern
  • Lange, weisse Brennhaare
Die Raupen sind nachtaktiv und fressen die Blätter verschiedener Eichenarten. Sie leben gesellig in Gespinstnestern an Eichenstämmen oder starken Ästen. Von dort aus ziehen sie in engem Kontakt in charakteristischen Prozessionen zu ihren Futterplätzen. Bei Massenauftreten kann es zu erheblichen Schäden an den Bäumen kommen.

Gefahr für Menschen
Die Raupen besitzen Brennhaare, welche das Gift Thaumetopoenin enthalten und beim Menschen gesundheitliche Beschwerden auslösen können. 

Schäden durch den Eichenprozessionsspinner

Der Schaden an den Bäumen entsteht durch den Fraß der Raupen. Dieser reicht von Lochfraß bis hin zu vollständigem Kahlfraß. Wiederholter Befall schwächt die Eichen und macht sie anfälliger für Krankheiten und weitere Schädlinge.

Wo sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu finden?

Befallen werden nahezu ausschließlich Eichenarten, unter anderem:

  • in Wäldern 
  • an Straßenrändern 
  • in Parks und Gärten im städtischen Raum

Eichenprozessionsspinner mit Nematoden bekämpfen 

Eine biologische und umweltschonende Methode zur Bekämpfung ist der Einsatz von nützlichen Nematoden. Einige Nematoden-Arten sind die natürlichen Feinde bestimmter Insekten und können diese auf eine natürliche Weise bekämpfen.

Das Produkt Tp-Nema® enthält Nematoden der Art Steinernema feltiae, die gezielt die Raupen des Eichenprozessionsspinners befallen und abtöten. Diese Methode gilt als effektiv und schont gleichzeitig Mensch, Haustiere und Umwelt.

Aufgrund der Brennhaare der Raupen und schwierigen Erreichbarkeit in den Bäumen sollte die Bekämpfung von Fachbetrieben durchgeführt werden. 

Wenn Sie Eichenprozessionsspinner sichten, sollten Sie diese beim Ordnungsamt der betroffenen gemeinde melden.

Nematoden (Fadenwürmer)

Erfahrungsbericht aus der Praxis: Nematoden anwenden


Diplom Forstwirt Frederic Offenberg der Firma planbaum setzt seit mehreren Jahren Nematoden gegen EPS-Raupen ein und berichtet aus der Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfolgt hauptsächlich aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen. Die Brennhaare der Raupen sind gefährlich für Menschen, sowie Tiere und können diverse Symptome hervorrufen:
  • Hautausschläge und Juckreiz 
  • Augen- und Schleimhautreizungen 
  • Atemwegsbeschwerden 
  • allergische Reaktionen 
Die Brennhaare brechen leicht ab und werden durch Wind über weite Strecken verteilt. Sie sind sehr langlebig und können sich über Jahre im Boden, Unterholz und in der Umgebung anreichern.

Informationen folgen

Nein, die Bekämpfung sollte Fachbetrieben überlassen weden.

Wenden Sie sich gerne an beratung@e-nema.de, wenn Sie Hilfe brauchen.

Eichenprozessionsspinner im öffentlichen Grün

Bedingt durch den Klimawandel breiten sich die Eichenprozessionsspinner immer weiter auch in Deutschland aus. Aufgrund Ihrer Brennhaare können sie zu einer Gefahr für Menschen und Tiere werden. Sollten Sie Eichenprozessionsspinner bei Ihnen iim garten oder beim Spazierengehen im Wald oder Park bemerken, halten Sie ausreichend Abstand und informieren Sie das zuständige Ordnungs- oder Grünflächenamt. Überlassen Sie die Bekämpfung bitte Fachbetrieben.
Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit unzer beratung@e-nema.de wenden und wir vermitteln Sie an die entsprechenden Ämter oder Fachbetriebe.